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Legale Informationen
Allgemeine Transportbedingungen

Artikel I - Begriffsbestimmungen

Im Rahmen der vorliegenden Bestimmungen und sofern sich aus dem Wortlaut oder dem Zusammenhang nichts anderes ergibt, haben die folgenden Ausdrücke die ihnen jeweils nachstehend zugeordnete Bedeutung:

Abkommen
Bezeichnet, je nach Fall:
(a) das Abkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, unterzeichnet im Warschau am 12. Oktober 1929;
(b) das Haager Protokoll vom 28. September 1955, welches das Warschauer Übereinkommen abändert;
(c) das ergänzende Abkommen von Guadalajara vom 18. September 1961;
(d) die Protokolle von Montreal Nr. 1, 2 und 4 (1975), welche das Warschauer Übereinkommen abändern;
(e) das Übereinkommen zur Vereinheitlichung bestimmter Regeln über die Beförderung im internationalen Luftverkehr, unterzeichnet in Montreal am 28. Mai 1999.

Airline Code
bezeichnet den von der IATA zugewiesenen Code, der jeden Luftfrachtführer identifiziert, welcher Mitglied dieser Organisation ist, und aus einem oder mehreren Buchstaben, Ziffern oder alphanumerischen Zeichen besteht und auf dem Flugschein ausgewiesen ist.

Anspruchsberechtigter (siehe Entschädigungsberechtigte Personen)

Beförderungsvertrag

bezeichnet die dem Flugschein oder dem Reiserouten-Coupon (Reise-Memo) beiliegenden Erklärungen und Bestimmungen, welche als solche dargestellt sind und die vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen sowie die Hinweise für die Fluggäste enthalten.

Bevollmächtigter Agent
ist eine natürliche oder juristische Person, die vom Luftfrachtführer bevollmächtigt ist, ihn bei dem Verkauf von Flugscheinen an Fluggäste im Rahmen des Leistungsangebots des Luftfrachtführers und, wenn er dazu ermächtigt ist, auch für Leistungen anderer Luftfrachtführer zu vertreten.

Buchung
bezeichnet den Vorgang, durch den der Fluggast in den Besitz eines Flugscheins oder eines anderen Belegs kommt, welcher ausweist, dass die Buchung durch den Luftfrachtführer oder Tour-Operator akzeptiert und registriert wurde.

Chartervereinbarungen
bezeichnet Beförderungsvereinbarungen, bei denen der Vertragsluftfrachtführer die gesamte Beförderungsleistung oder einen Teil derselben durch einen anderen Luftfrachtführer (ausführender Luftfrachtführer) ausführen lässt; bezeichnet ebenfalls eine Geschäftsvereinbarung, durch die ein anderer Vertragspartner des Fluggastes (zum Beispiel ein Tour-Operator) einem Frachtführer die Durchführung der gesamten oder eines Teils der Beförderungsleistung überträgt.

Code Share
bezeichnet eine Luftbeförderung, die entweder durch den Luftfrachtführer ausgeführt wird, mit dem der Fluggast einen Vertrag abgeschlossen hat (Vertragsluftfrachtführer) oder durch einen anderen Luftfrachtführer (ausführender Luftfrachtführer), mit dem der Vertragsluftfrachtführer seinen Airline Code verbunden hat.

Coupon
bezeichnet entweder einen Flugcoupon in Papierform oder einen elektronischen Coupon, wobei auf beiden der Name des Fluggastes vermerkt ist, der einen auf dem Coupon bezeichneten Flug antritt.

Elektronischer Coupon
bezeichnet einen elektronischen Flugcoupon oder ein anderes, gleichwertiges Dokument, das im computergestützten Reservierungssystem des Luftfrachtführers auf einem digitalen Träger gespeichert ist.

Elektronischer Flugschein
Bezeichnet den vom Luftfrachtführer oder auf dessen Anordnung auf einem computergestützten Reservierungssystem gespeicherten Flugschein, der dem Fluggast vom Luftfrachtführer oder in dessen Namen in Form eines Reiserouten-Coupons (auch Reise-Memo genannt) ausgestellt wird, den elektronischen Flugcoupon oder jedes andere gleichwertige Dokument.

Entschädigungsberechtigte Personen
bezeichnet den Fluggast oder andere Personen, welche gemäß den geltenden Bestimmungen Anrecht auf Entschädigung für den betreffenden Fluggast haben.

Ergänzender Flugschein
bezeichnet einen zusätzlichen, gemeinsam mit einem anderen Flugschein ausgestellten Schein, wobei die Gesamtheit aller Dokumente einen einzigen Beförderungsvertrag darstellt.

Excess-Value-Erklärung für Reisegepäck
bezeichnet die Erklärung des Fluggastes zum Zeitpunkt der Gepäckabfertigung, in der gegen Zahlung einer zusätzlichen Gebühr ein höherer Wert des Gepäcks als der vom Abkommen als Haftungssumme festgelegte Wert deklariert wird.

Flugcoupon
bezeichnet den Teil des Flugscheins, der den Vermerk berechtigt zur Beförderung “trägt„ oder, im Fall eines elektronischen Flugscheins, den elektronischen Coupon, der die genauen Orte angibt, zwischen denen der Fluggast befördert werden muss.

Fluggast
bezeichnet alle Personen, abgesehen von den Besatzungsmitgliedern, die im Besitz eines Flugscheins sind und mit dem Flugzeug befördert werden oder befördert werden sollen.

Fluggastcoupon oder Passenger-Receipt
ist der Teil des Flugscheins, der vom Luftfrachtführer oder in seinem Namen ausgestellt wurde, als solcher bezeichnet ist und vom Fluggast aufbewahrt werden muss.

Flugpläne
bezeichnet die Abflug- und Ankunftszeiten der Flugzeuge, wie sie in den vom Luftfrachtführer oder unter seiner Aufsicht veröffentlichten Flugplänen angegeben oder der Öffentlichkeit auf elektronischem Weg zur Kenntnis gebracht werden.

Flugreise
bezeichnet die Beförderung des Fluggastes und seines Gepäcks im Sinne des geltenden Abkommens.

Flugschein
ist das vom Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten ausgestellte oder genehmigte gültige Dokument, welches Anrecht auf Beförderung verleiht, entweder in Form eines „individuellen oder kollektiven Beförderungscoupons“, eventuell ergänzt durch einen Gepäckschein für das aufgegebene Gepäck oder in Form eines gleichwertigen immateriellen, auch elektronischen Mittels . Dieses Dokument stellt den Beförderungsvertrag dar und enthält die Flugscheine, die Fluggastcoupons, die Hinweise für die Fluggäste sowie die vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen.

Gepäck
sind alle Gegenstände, persönliche Effekten und sonstiges persönliches Reisegut eines Fluggastes, das er benutzt oder mit sich führt. Außer im Falle anders lautender Bestimmungen bezeichnet dieser Begriff sowohl das aufgegebene als auch das nicht aufgegebene Gepäck.

Gepäcketikett oder Gepäckanhänger
bezeichnet ein vom Luftfrachtführer ausschließlich zur Identifizierung des aufgegebenen Gepäcks ausgestelltes Etikett, das aus einem auf dem Gepäckstück angebrachten Teil (Gepäckanhänger) und einem dem Fluggast zur Identifizierung des genannten Gepäckstücks ausgehändigten Teil (Gepäckschein) besteht.

Gepäck, aufgegebenes
ist dasjenige Gepäck, das der Luftfrachtführer in Obhut nimmt und für das er einen Gepäckschein ausgestellt hat.

Gepäck, nicht aufgegebenes oder „Handgepäck“
ist das gesamte Gepäck des Fluggastes mit Ausnahme des aufgegebenen Gepäcks. Dieses Gepäck/diese Gepäckstücke bleibt/bleiben in der Obhut des Fluggastes.

Gepäckschein
ist ein vom Luftfrachtführer zur Identifizierung des aufgegebenen Gepäcks im Rahmen der Beförderung ausgestellter Schein, der auf dem Flugschein angebracht wird.

Geplante Flugunterbrechung
ist eine eingeplante Reiseunterbrechung auf Wunsch des Fluggastes an einem Ort zwischen Abflug- und Zielort, welcher auf dem Flugschein oder im Flugplan angegeben ist.

Höhere Gewalt
bezeichnet ungewöhnliche oder unvorhersehbare Umstände, die sich dem Einfluss dessen, der sie geltend macht, entziehen und die auch bei Anwendung aller Sorgfalt nicht vermeidbar gewesen wären.

IATA (International Air Transport Association)
bezeichnet den im April 1945 in Montreal gegründeten Internationalen Luftfahrtverband, dessen Aufgabe die Unterstützung der Entwicklung einer sicheren, regelmäßigen und wirtschaftlichen Luftfahrt, die Förderung von Handelsbeziehungen auf dem Luftwege und die Behandlung der damit zusammenhängenden Probleme ist.

Inlandsflug
bezeichnet Flüge, deren Abflugort und Ankunftsort sich innerhalb desselben Staates befinden und für die daher eine gebietsmäßige Kontinuität gilt.

Internationale Abkommen (IIA und MIA) der International Air Transport Association (IATA)
bezeichnet die zwischen Frachtführern abgeschlossenen Abkommen bezüglich der Haftung von Luftfrachtführern. Sie wurden am 31. Oktober 1995 in Kuala Lumpur (IIA) und am 3. April 1996 in Montreal (MIA) unterzeichnet und gelten seit 1. April 1997 für die Luftfrachtführer, die Mitglied der International Air Transport Association (siehe IATA) sind. Sie bewegen sich im rechtlichen Rahmen der unter den Punkten (a) bis (d) des nachstehenden Begriffs „Abkommen“ genannten internationalen Texte über die Haftung von Luftfrachtführern.

Internationaler Flug
bezeichnet im Sinne des Abkommens Flüge, deren Abflugort und Ankunftsort und gegebenenfalls Zwischenlandungsort sich unabhängig von weiteren Zwischenlandungen oder Flugzeugwechseln auf dem Gebiet von mindestens zwei Unterzeichnerstaaten des Abkommens befinden oder deren Abflugort und Ankunftsort sich in einem einzigen Staat befinden, wenn in einem anderen Unterzeichner- oder Nichtunterzeichnerstaat des Abkommens eine Zwischenlandung vorgesehen ist.

Kombinierte Beförderung Luftverkehr – Schienenverkehr – Seeverkehr
bezeichnet die „kombinierte Beförderung“, in deren Rahmen der Luftverkehr und die anderen Beförderungsarten gemeinsam verkauft und unter unterschiedlichen Haftungsbedingungen durchgeführt werden können.

Luftfrachtführer
bezeichnet AIR FRANCE oder einen anderen Luftfrachtführer, dessen Airline Code auf dem Flugschein oder einem Zusatzflugschein ausgewiesen ist.

Luftfrachtführer der Gemeinschaft
bezeichnet einen Luftfrachtführer, welcher im Besitz einer gültigen Betriebsgenehmigung ist, die von einem
Mitgliedsstaat der Europäischen Union gemäß den Bestimmungen der Ratsverordnung (EWG) Nr. 2407/92 vom 23. Juli 1992 ausgestellt wurde.

Meldeschlusszeit
ist der für jeden Flug angegebene festgesetzte Zeitpunkt, bis zu dem der Fluggast seine Check-in-Formalitäten abgeschlossen haben und im Besitz seiner Bordkarte sein muss.

Passagiere mit eingeschränkter Mobilität
bezeichnet Personen, deren Mobilität aufgrund einer ständigen oder vorübergehenden körperlichen Behinderung (der Sinnesorgane oder des Bewegungsapparats), einer geistigen Beeinträchtigung, ihres Alters oder einer anderen Art von Behinderung eingeschränkt ist und deren Situation spezielle Berücksichtigung verlangt sowie die Anpassung der allen anderen Passagieren angebotenen Dienstleistungen an die Bedürfnisse dieser Person.

Reise-Memo (siehe Reiserouten-Coupon)

Reiserouten-Coupon (siehe auch Reise-Memo)

bezeichnet ein oder mehrere Dokumente, die der Luftfrachtführer dem Fluggast ausstellt, wenn dieser einen elektronischen Flugschein verwendet. Dieses Dokument enthält den Namen des Fluggastes, die Fluginformationen und die Hinweise für die Passagiere. Es wird auch „Reise-Memo“ genannt.

Schaden
schließt Todesfälle und Körperverletzungen eines Fluggastes oder einen als Folge einer Verspätung oder eines Total- oder Teilverlustes eingetretenen Schaden oder jeden anderen Schaden ein, der im Rahmen einer Flugreise, so wie sie weiter oben definiert wurde, auftritt oder in direktem Zusammenhang mit dieser Flugreise steht.

Verbotenes Objekt
bezeichnet alle Gegenstände, die aus Sicherheitsgründen gemäß den geltenden Bestimmungen nicht befördert werden können.

Sonderziehungsrecht (SZR)
ist eine Rechnungseinheit des Internationalen Währungsfonds (IWF), deren Wert regelmäßig vom Internationalen Währungsfonds auf Grundlage des Kurses mehrerer Referenzwährungen festgelegt wird.

Tage
bezeichnet die Kalendertage; eine Woche hat sieben Tage. Für Benachrichtigungen gilt, dass der Absendetag nicht mitgezählt wird. Zur Bestimmung der Gültigkeitsdauer eines Flugscheins wird der Tag der Ausstellung des Flugscheins oder der Tag des Abflugs nicht mitgerechnet.

Tarife
sind die, soweit vorgeschrieben, vom Luftfrachtführer bei den Behörden hinterlegten Flugpreise und Zuschläge einschließlich der entsprechenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen. Die Tarife umfassen auch die anfallenden Gebühren, wenn die geltenden Bestimmungen dies vorschreiben.

Zwischenlandungen
bezeichnet die Orte, außer dem Abflug- und Bestimmungsort, die auf dem Flugschein angegeben sind oder die im Flugplan des Luftfrachtführers als auf der Reiseroute des Fluggastes vorgesehene Zwischenlandungen vermerkt sind.

Artikel II - Anwendungsbereich

1. Allgemeines

(a) Diese Beförderungsbedingungen sind die Beförderungsbedingungen, auf welche im Flugschein des Fluggastes Bezug genommen wird.
Sie sind vorbehaltlich der Bestimmungen der nachstehenden Absätze 2 und 4 nur auf solche Beförderungen anwendbar, für die der Airline Code von Air France in der Spalte Carrier/Flight des entsprechenden Flugscheins oder Coupons eingetragen ist.

(b) Diese Bestimmungen finden vorbehaltlich abweichender vertraglicher Vereinbarungen im Beförderungsvertrag oder anderen zwischen Air France und dem Fluggast abgeschlossenen Vertragsunterlagen ebenfalls Anwendung bei Beförderungen, die kostenlos oder zu ermäßigten Preisen durchgeführt werden.

(c) Alle Beförderungen unterliegen den Allgemeinen Beförderungsbedingungen und den Bestimmungen hinsichtlich der Tarife des Luftfrachtführers, welche zum Zeitpunkt der Ausstellung des Flugscheins oder, wenn dieses Datum nicht festgelegt werden kann, zum Zeitpunkt des Beförderungsbeginns gemäß dem ersten Flugcoupon des Flugscheins Gültigkeit haben.

(d) Die vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen wurden in Anwendung des Abkommens von Montreal vom 28. Mai 1999 und des geltenden Rechtes der Europäischen Gemeinschaft erstellt.

2. Charterflüge

Bei Beförderungen aufgrund einer Chartervereinbarung finden diese Bestimmungen nur in dem Umfang Anwendung als auf sie im Chartervertrag oder im Flugschein oder anderweitig Bezug genommen wird oder sie diesen Dokumenten beigelegt oder angefügt werden.

3. Code Share-Flüge

Für einige Flüge oder Flugdienstleistungen hat der Luftfrachtführer mit anderen Fluggesellschaften Abkommen getroffen, die „Code Share" genannt werden. Dies bedeutet, dass auch ein anderer als der auf dem Flugschein ausgewiesene Luftfrachtführer (bei dem der Fluggast eventuell seinen Flug gebucht hat) die betreffende Beförderungsleistung ausführen kann. In solchen Fällen wird der Fluggast zum Zeitpunkt der Buchung oder spätestens zum Zeitpunkt des Check-ins über die Identität dieses Luftfrachtführers informiert. Die vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen gelten auch für diese Art von Beförderungen.

4. Entgegenstehendes Recht

Im Falle des Widerspruchs zwischen den vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen und festgesetzten Tarifen oder dem anwendbaren Recht haben diese Tarife bzw. das anwendbare Recht Vorrang. Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Beförderungsbedingungen nach anwendbarem Recht ungültig sein, so bleiben die übrigen

Artikel III - Flugscheine

1. Allgemeine Bestimmungen

(a) Der Flugschein beweist bis zum Nachweis des Gegenteils den Abschluss und den Inhalt eines Beförderungsvertrags zwischen dem Luftfrachtführer und dem Fluggast, dessen Name auf dem Flugschein ausgewiesen ist.

(b) Der Luftfrachtführer befördert einen Fluggast nur dann, wenn dieser im Besitz eines auf seinen Namen ausgestellten Flugscheins ist. Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, die Vorlage der zur Identifikation der Fluggäste erforderlichen Dokumente zu verlangen.

(c) Der Flugschein ist unter dem Vorbehalt der Anwendung des geltenden Rechts nicht übertragbar, insbesondere in Bezug auf Pauschalreisen. Wird der Flugschein von einer anderen als der zur Beförderung oder zur Erstattung des Flugscheins berechtigten Person vorgelegt, übernimmt der Luftfrachtführer keine Haftung, wenn er in gutem Glauben die Beförderung der Person durchgeführt hat, die den Flugschein vorgelegt hat oder dieser Person eine Erstattung gewährt hat.

(d) Bestimmte zu ermäßigten Tarifen verkaufte Flugscheine sind teilweise oder zur Gänze nicht erstattungsfähig. Der Fluggast ist selbst für die Einhaltung der für die Verwendung seines Flugscheines geltenden Bedingungen und gegebenenfalls den Abschluss entsprechender Rücktrittsversicherungen verantwortlich.

(e) Wenn der Fluggast im Besitz eines Flugscheins wie im oben stehenden Absatz (d) beschrieben ist und durch höhere Gewalt wie in Artikel I definiert am Reiseantritt gehindert wird, stellt der Luftfrachtführer dem Fluggast eine Gutschrift für seinen nicht erstattungsfähigen Flugschein aus. Er kann diese Gutschrift unter dem Vorbehalt angemessener Verwaltungsgebühren für eine spätere Reise verwenden, unter der Bedingung, dass der Fluggast den Luftfrachtführer so früh wie möglich vor dem Datum des Fluges benachrichtigt und Nachweise des Eintretens dieses Falls höherer Gewalt erbringt.

(f) Da der Flugschein vorgeschriebenen Formbedingungen unterliegt, bleibt er jederzeit das Eigentum des ausstellenden Luftfrachtführers.

(g) Mit Ausnahme des elektronischen Flugscheins wird der Fluggast nur dann befördert, wenn er einen gültigen Flugschein vorlegen kann, der den Flugcoupon für die anzutretende Reise und alle übrigen unbenutzten Flugcoupons sowie den Fluggastcoupon enthält. Ein Anspruch auf Beförderung besteht nicht, wenn der vom Fluggast vorgelegte Flugschein beschädigt oder nachträglich abgeändert worden ist, es sei denn, dass dies durch den Luftfrachtführer oder einen seiner bevollmächtigten Agenten erfolgt ist. Bei Reisen mit elektronischen Flugscheinen besteht nur dann Anspruch auf Beförderung, wenn sich der Fluggast ausreichend ausweisen kann und wenn ein gültiger elektronischer Flugschein auf den Namen des Fluggastes ausgestellt wurde.

(h) Bei Beschädigung oder Verlust eines Flugscheins oder eines Teils des Flugscheins oder bei Nichtvorlage desselben mit darin enthaltenem Fluggastcoupon und allen nicht benutzten Flugcoupons ersetzt der Luftfrachtführer auf Wunsch des Fluggastes diesen Flugschein ganz oder teilweise durch einen neuen Flugschein. Als Voraussetzung gilt dabei, dass dem Luftfrachtführer zum Zeitpunkt des Antrags auf Neuausstellung nachgewiesen wird, dass für die in Frage stehende Beförderung ein gültiger Flugschein ausgestellt war und dass der Fluggast sich schriftlich verpflichtet, den Luftfrachtführer für sämtliche anfallenden Kosten bis zur Höhe des Flugscheins zu entschädigen, falls der als verloren gemeldete Flugschein missbräuchlich eingelöst oder zur Erstattung vorgelegt wird. Der Luftfrachtführer verlangt keine Erstattung von Verlusten, die er selbst schuldhaft verursacht hat. Der ausstellende Luftfrachtführer ist des Weiteren berechtigt, dem Fluggast eine angemessene Verwaltungsgebühr für die Neuausstellung des Flugscheins in Rechnung zu stellen, außer wenn er selbst oder sein Agent den Verlust oder die Beschädigung des Flugscheins verursacht hat.

(i) Wenn der im oben stehenden Absatz (h) angeführte Nachweis nicht erbracht wird oder wenn der Fluggast ablehnt, sich zur Erstattung der Kosten des Luftfrachtführers zu verpflichten, ist der Luftfrachtführer berechtigt, dem Fluggast den gesamten Preis des Ersatzflugscheins in Rechnung zu stellen. Diese Zahlung wird rückerstattet, sobald der Luftfrachtführer den Nachweis erhält, dass der verlorene oder beschädigte Flugschein während seines Gültigkeitszeitraums nicht verwendet wurde oder wenn der Fluggast dem Luftfrachtführer während dieses Gültigkeitszeitraums den wieder aufgefundenen Flugschein übermittelt.

(j) Die Fluggäste sind zur sorgfältigen Aufbewahrung und zur Ergreifung der erforderlichen Maßnahmen gegen Verlust und Diebstahl verpflichtet.

(k) Fluggäste, die Preisnachlässe oder Sonderkonditionen erhalten, müssen zu jedem Zeitpunkt der Reise ihr Recht auf diese Vergünstigungen nachweisen und die entsprechenden Belege vorlegen können.

2. Gültigkeitsdauer

(a) Vorbehaltlich abweichender Bestimmungen im Flugschein oder in den vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen oder im Fall von Tarifen, welche die Gültigkeitsdauer eines Flugscheins wie auf dem Flugschein ausgewiesen einschränken, haben Flugscheine die nachstehende Gültigkeitsdauer:

· Ein Jahr ab Ausstellungsdatum oder

· Ein Jahr gerechnet vom Zeitpunkt der Verwendung des ersten Coupons, sofern diese innerhalb eines Jahres ab Flugscheinausstellung erfolgt.

(b) Wird der Fluggast innerhalb des Gültigkeitszeitraums seines Flugscheins von der Reise abgehalten, weil der Luftfrachtführer zum Buchungszeitpunkt die vom Fluggast gewünschte Buchung nicht bestätigen kann, so verlängert sich die Gültigkeitsdauer oder der Fluggast hat Anspruch auf Erstattung gemäß dem nachstehenden Artikel X.

(c) Ist der Fluggast aus Krankheitsgründen nach Reiseantritt nicht in der Lage, die Reise innerhalb der Gültigkeitsdauer seines Flugscheins fortzusetzen, kann der Luftfrachtführer diese Gültigkeit nach Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attests verlängern. Die Verlängerung erfolgt bis zu dem Datum, an dem der Fluggast erneut reisefähig ist oder bis zum Datum des ersten verfügbaren Fluges nach Feststellung der Reisefähigkeit. Diese Verlängerung beginnt ausschließlich an dem Ort der Reiseunterbrechung und gilt für einen Flug in der gebuchten Beförderungsklasse. Wenn die noch nicht verwendeten Flugcoupons eine oder mehrere vom Fluggast gewünschte Flugunterbrechungen beinhalten, kann die Gültigkeit des Flugscheins um bis zu drei Monate nach der im ärztlichen Attest festgestellten Wiedererlangung der Reisefähigkeit verlängert werden. Des Weiteren verlängert der Luftfrachtführer die Gültigkeit der Flugscheine der nahen Familienangehörigen, in deren Begleitung sich der Fluggast befindet.

(d) Stirbt ein Fluggast während der Flugreise, so kann auf die Einhaltung der Mindestaufenthaltszeit von begleitenden Personen verzichtet oder die Gültigkeit der Flugscheine verlängert werden. Stirbt ein naher Familienangehöriger eines Fluggastes, nachdem dieser die Reise angetreten hat, so kann die Gültigkeitsdauer der Flugscheine seiner nahen Familienangehörigen, die mit ihm reisen, auf die gleiche Weise abgeändert werden.

(e) Die im oben stehenden Absatz (d) erwähnten Änderungen können erst nach Vorlage einer ordnungsgemäßen Sterbeurkunde ausgeführt werden. Verlängerungen sind auf fünfundvierzig (45) Tage nach dem Todesdatum beschränkt.

3. Reihenfolge der Verwendung der Flugcoupons
Die gebuchte Reiseroute ist wesentlicher Bestandteil des Luftbeförderungsvertrages. Die Änderung des Abflug- oder Bestimmungsorts der Reise durch den Fluggast (zum Beispiel wenn dieser den ersten Coupon nicht verwendet) kann zu einer Tarifänderung führen. Zahlreiche Tarife gelten nur für die auf dem Flugschein eingetragenen Daten und Flüge. Sie können gegebenenfalls unter dem Vorbehalt der Zahlung eines Tarifzuschlags geändert werden.

4. Änderungen auf Wunsch des Fluggastes

(a) Wenn ein Fluggast seine Reise zur Gänze oder teilweise ändern möchte, muss er den Luftfrachtführer im Voraus kontaktieren. Der Preis für die Beförderung wird neu berechnet und der Fluggast erhält die Möglichkeit, den neuen Preis zu akzeptieren oder seine ursprüngliche Beförderung gemäß Flugschein beizubehalten.

Sollte der Fluggast aufgrund höherer Gewalt, wie in Artikel I definiert und wofür er die entsprechenden Nachweise erbringen muss, gezwungen sein, seine Beförderung zu ändern, ist er gehalten, unverzüglich mit dem Luftfrachtführer Kontakt aufzunehmen, welcher sich bemühen wird, den Fluggast ohne Mehrkosten bis zum nächsten Zwischenlandungsort oder bis zum Zielort zu befördern.

(b) Verändert der Fluggast die Beförderung ohne Zustimmung des Luftfrachtführers, wird dieser den Tarif an diese Änderung anpassen. Der Luftfrachtführer wird den Tarif zugrunde legen, der am Tag der ursprünglichen Buchung für den vom Fluggast geänderten Tarif gegolten hat. Die Differenz zwischen dem bezahlten und dem neu errechneten Flugpreis wird nachbelastet bzw. rückerstattet, die unbenutzten Coupons berechtigen jedoch nicht mehr zur Beförderung.

(c) Jeder Flugcoupon oder Flugschein ist für die Beförderung in der darin angegebenen Beförderungsklasse am gebuchten Datum und für den gebuchten Flug gültig. Bei Ausstellung von Flugscheinen ohne eingetragene Platzbuchung kann später und zum dann geltenden Tarif ein Beförderungsplatz gebucht werden, wenn auf dem gewünschten Flug noch ein Platz verfügbar ist.

5. Name und Anschrift des Luftfrachtführers

Der Name des Luftfrachtführers kann im Flugschein in Form des Airline Codes (wie in Artikel I definiert) oder in sonstiger Weise abgekürzt werden. Als Anschrift des Luftfrachtführers gilt die Anschrift der Unternehmenszentrale oder der Hauptbetriebsort der Luftfahrtgesellschaft.

Article IV - Flugpreise, Steuern, Gebühren und Zuschläge

1. Flugpreise

Außer im Fall abweichender Bestimmungen gelten die Flugpreise nur für die Beförderung vom Abflugort zum Bestimmungsort. Sie schließen die Vergütung für Bodentransportdienste zwischen Flughäfen sowie zwischen Flughäfen und Stadtzentren nicht ein.

Die Flugpreise werden in Übereinstimmung mit den Tarifen errechnet, die am Tage der Buchung des Flugscheins für die darin genannten Flugdaten und Flugstrecken gültig sind. Alle Änderungen der Reiseroute können Auswirkungen auf den zu zahlenden Flugpreis haben. Die anwendbaren Flugpreise sind die vom Luftfrachtführer veröffentlichten oder durch diesen in Übereinstimmung mit den geltenden preislichen Vorschriften berechneten Tarife für den Flug oder die Flüge, die auf dem Flugschein vom Abflugort zum Zielort angegeben sind und für eine bestimmte Beförderungsklasse am Tag der Buchung des Flugscheins gelten.

Vorbehaltlich anderer Bestimmungen im Beförderungsvertrag oder in sonstigen Vertragsdokumenten gelten die Flugpreise ausschließlich für die in diesem Vertrag oder diesem Dokument vorgegebenen Reiserouten.

2. Steuern, Gebühren und Zuschläge


Alle Steuern, Gebühren oder sonstigen Abgaben, die durch Regierungsbehörden, andere Behörden oder vom Flughafenbetreiber erhoben werden, sind zusätzlich zu den Flugpreisen vom Fluggast zu bezahlen. Bei Kauf des Flugscheins wird der Fluggast über solche, nicht im Flugpreis enthaltene Steuern, Gebühren und Zuschläge informiert. Diese werden in der Regel zusätzlich im Flugschein ausgewiesen. Diese Steuern, Gebühren und Zuschläge können auch nach dem Kaufdatum des Flugscheins eingeführt oder angehoben werden, sofern zwischen dem Vertragsabschluss und der Leistungserbringung mehr als vier Monate liegen. In diesem Fall hat der Fluggast den entsprechenden Betrag zu entrichten. Andererseits hat der Fluggast im Fall, dass Steuern, Gebühren und Zuschläge, welche bei Ausstellung des Flugscheins bezahlt wurden, verringert werden oder nicht mehr anwendbar sind, das Recht auf Rückerstattung des Differenzbetrages oder des nicht mehr anwendbaren Betrages.
3. Währung

Flugpreise, Steuern, Gebühren und Zuschläge sind in der Währung des Landes zu bezahlen, in dem der Flugschein gekauft wurde, außer eine andere Währung wird bei oder vor der Bezahlung vom Luftfrachtführer oder seinem Agenten angegeben (z. B. weil die Umrechnung der lokalen Währung nicht möglich ist). Andere Währungen kann der Luftfrachtführer nach seinem Ermessen akzeptieren.