Legale Informationen Allgemeine Transportbedingungen

ARTIKEL XIV - ERSTATTUNGEN

14.1 Die Erstattung eines unbenutzten Flugscheins oder eines unbenutzten Teils desselben erfolgt nach den in Artikel 14 festgelegten Bestimmungen gemäß den Tarifbedingungen des Flugscheins und in jedem Fall gemäß den entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen.
 
14.2 Ist die Erstattung gemäß den Tarifbedingungen des Flugscheins zulässig, wird der Flugschein auf der Basis des bezahlten Flugpreises erstattet. 

14.3 Anträge auf die Erstattung eines Flugscheins müssen an den Aussteller des Flugscheins gerichtet werden (der Luftfrachtführer oder ein bevollmächtigter Agent). 

14.4 Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, Erstattungen für folgende Flugscheine abzulehnen: 

(a) Flugscheine, deren Gültigkeitsdauer zum Zeitpunkt der Anfrage bereits abgelaufen ist.

(b) Flugscheine, die der Fluggast dem Luftfrachtführer oder den Behörden eines Landes vorlegt, um der gesetzlichen oder vorschriftsmäßigen Verpflichtung zum Besitz eines Beförderungsscheins nachzukommen, der dem Inhaber ermöglicht, das Land zu verlassen, es sei denn, der Fluggast erbringt den ausreichenden Nachweis, dass er eine Genehmigung zum Aufenthalt in dem genannten Land besitzt oder dieses Land mit einem anderen Transportunternehmen oder Transportmittel wieder verlassen wird. 

(c) Flugscheine, deren Inhaber von den Behörden des gewünschten Einreise- oder Transitlandes die Einreise verweigert wurde und der aus diesem Grund zum Abflugort zurückgesandt oder an eine andere Destination weitergeleitet wurde. 

(d) Entwendete, gefälschte oder nachgeahmte Flugscheine. 

14.5 Erstattungen unterliegen den Gesetzen und Vorschriften des Landes, in dem der Flugschein gekauft wurde und/oder den Gesetzen und Vorschriften des Landes, in dem die Erstattung erfolgen soll.

ARTIKEL XV - VERHALTEN AN BORD

15.1 Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, auf angemessene Weise das Verhalten eines Fluggastes an Bord zu beurteilen und je nach den Umständen abzuschätzen, ob dieses Verhalten eine Störung, Bedrohung oder Gefährdung von einer oder mehreren Personen, Sachwerten oder des Fluggeräts selbst verursachen kann oder könnte. 
Im Rahmen dieser Bestimmung darf der Fluggast die Besatzung nicht an der Erfüllung ihrer Funktionen hindern und hat den Anweisungen und Empfehlungen derselben nachzukommen, um die Personen- und Objektsicherheit an Bord, den ordnungsgemäßen Ablauf des Flugs sowie das Wohlbefinden der Fluggäste nicht in Gefahr zu bringen. 

15.2 Aus Sicherheitsgründen kann der Luftfrachtführer die Verwendung von elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen, Laptops, tragbaren Diktiergeräten, tragbaren Radios, elektronischen Spielen oder Sende-/Empfangsgeräten sowie aller anderen Funkspielgeräte und Walkie-Talkies ausgenommen Hörgeräte und Herzschrittmacher an Bord verbieten oder einschränken. 

15.3 An Bord der Flugzeuge herrscht strenges Rauchverbot. 

15.4 Der Luftfrachtführer kann den Konsum von Alkohol an Bord einschränken oder verbieten. 

15.5 Foto- und/oder Videoaufnahmen an Bord des Flugzeugs sind ausschließlich für den privaten persönlichen Gebrauch gestattet.  

15.6 Wenn ein Fluggast ein Verhalten wie in den oben stehenden Absätzen beschrieben an den Tag legt, kann der Luftfrachtführer Maßnahmen ergreifen, die er für diese Situation als geeignet, angemessen und erforderlich hält, um die Fortsetzung eines solchen Verhaltens zu verhindern. Zu diesem Zweck kann der Luftfrachtführer Zwangsmaßnahmen ergreifen und/oder zu jedem Zeitpunkt des Fluges anordnen, dass der Fluggast das Flugzeug zu verlassen hat. 

15.7 Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, Klage gegen Fluggäste zu erheben, welche die Bestimmungen des vorliegenden Artikels (und des Artikels 9 bezüglich der Ablehnung und Einschränkung der Beförderung) missachten oder sich an Bord des Flugzeuges eines Vergehens oder einer strafbaren Handlung schuldig machen. 

15.8 Sollte der Fluggast die Bestimmungen dieses Artikels missachten, kann er in die Liste der Personen eingetragen werden, denen der Zugang zu den Flugzeugen des Luftfrachtführers verweigert wird.

ARTIKEL XVI - BEFÖRDERUNG AUF DEM LAND- ODER SEEWEG

Bietet der Luftfrachtführer Beförderungsleistungen auf dem Land- oder Seeweg an (Limousinenservice, Reisebus, Bahn, Schiff u. a.), gelten für diese Beförderungsleistungen andere Haftungsbestimmungen. Die Beförderungs- und Haftungsbedingungen sind beim Transportunternehmen erhältlich. 

Der Luftfrachtführer ist nicht für Schäden haftbar, die die Fluggäste oder ihr Gepäck während des Straßen-, Schienen- oder Seetransports erleiden.

ARTIKEL XVII - AUFEINANDER FOLGENDE LUFTRACHTFÜHRER

17.1 Eine von mehreren aufeinander folgenden Luftfrachtführern aufgrund eines oder mehrerer zusammen ausgestellter Flugscheine durchgeführte Beförderung gilt für die Anwendung des Abkommens als einheitliche Beförderungsleistung, wenn sie von den Parteien als solche festgelegt wurde.
Die Bestimmungen hinsichtlich solcher Beförderungen werden in Artikel 19.1.3 (a) erläutert.

17.2 Wenn der Luftfrachtführer der Aussteller des Flugscheins ist oder als erstes auf dem Flugschein oder auf einem gemeinsam ausgestellten Flugschein aufeinander folgender Luftfrachtführer aufscheint, haftet er ausschließlich für den von ihm durchgeführten Teil der Beförderungsleistung.

17.3 Im Fall der Zerstörung, des Verlustes, der Beschädigung oder des verspäteten Eintreffens des Gepäcks sind die Fluggäste oder ihre Anspruchsberechtigten berechtigt, Schadenersatz von dem Luftfrachtführer zu fordern, der die Beförderung durchgeführt hat, während der der Unfall oder die Verspätung eingetreten ist. Des Weiteren kann der Fluggast Schadenersatz vom ersten und vom letzten Luftfrachtführer fordern.

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