zurück

Legale Informationen
Allgemeine Transportbedingungen

Artikel X - Erstattungen

1. Allgemeines

In Übereinstimmung mit den anwendbaren Tarifbestimmungen erstattet der Luftfrachtführer einen unbenutzten
Flugschein oder einen unbenutzten Teil desselben unter den folgenden Bedingungen:

(a) Vorbehaltlich anders lautender Bestimmungen im vorliegenden Artikel ist der Luftfrachtführer berechtigt, die Erstattung gegen glaubhaften Nachweis entweder an die Person vorzunehmen, deren Namen auf dem Flugschein angegeben ist, oder an die Person, die diesen Flugschein bezahlt hat.

(b) Wenn der Flugschein von einer anderen als der im Flugschein genannten Person bezahlt wurde und dieser Flugschein eine Einschränkung der Erstattungsmöglichkeiten enthält, erfolgt die Erstattung an die Person, die den Flugschein bezahlt hat, oder an eine andere, von der bezahlenden Person genannten Person.

(c) Außer bei Verlust des Flugscheins erfolgt die Erstattung nur gegen Vorlage des Fluggastcoupons oder Passenger Receipts sowie aller unbenutzten Flugcoupons.

(d) Eine Erstattung an eine Person, die den Fluggastcoupon oder den Passenger Receipt sowie alle unbenutzten Flugcoupons vorlegt, gilt als rechtmäßig und entbindet den Luftfrachtführer von jeder Haftung und jeder weiteren Erstattungsforderung.

(e) Fälle höherer Gewalt, welche eintreten, nachdem der Fluggast seine Reise angetreten hat und diesen an der Fortsetzung seiner Reise hindern, verleihen kein Anrecht auf Erstattung, ziehen jedoch die Anwendung von Artikel III 2 (c) der vorliegenden Allgemeinen Beförderungsbedingungen (Verlängerung der Gültigkeitsdauer des Flugscheins) nach sich.

2. Unfreiwillige Erstattung

2.1 Ist der Luftfrachtführer gezwungen, einen Flug zu streichen, führt er diesen mit übermäßiger Verspätung gegenüber dem geplanten Flugzeitpunkt durch, versäumt der Fluggast durch Verschulden des Luftfrachtführers einen Anschlussflug, wird der Fluggast nicht zum Ort der geplanten Flugunterbrechung oder zum geplanten Bestimmungsort befördert oder verweigert der Luftfrachtführer die Beförderung eines Fluggastes
aufgrund einer Flugüberbuchung, so kann der Fluggast, welcher im Besitz eines einzigen Beförderungsvertrags ist, unter dem Vorbehalt der geltenden rechtlichen Bestimmungen die Erstattung in folgender Höhe verlangen:

(a) Erstattung des bezahlten Flugpreises, wenn kein Teil des Flugscheins verwendet wurde;

(b) mindestens die Differenz zwischen dem bezahlten Flugpreis und dem Flugpreis für die nicht durchgeführte Beförderung, unter Bezugnahme auf die auf dem Flugschein angegebene Reisestrecke, wenn ein Teil des Flugscheins verwendet wurde.

2.2 Unfreiwilliges Downgrade: Falls ein Fluggast in einer niedrigeren Beförderungsklasse als der auf dem Flugschein angegebenen Beförderungsklasse reisen muss, hat er nach geltendem Gemeinschaftsrecht Anrecht auf eine Erstattung, die diesem Klassenunterschied entspricht.

3. Freiwillige Erstattung (auf Verlangen des Fluggastes)

3.1 Hat ein Fluggast das Recht auf Erstattung seines Flugscheins aus anderen als den im oben stehenden Absatz (2) des vorliegenden Artikels genannten Gründen, so entspricht der Erstattungsbetrag:

(a) dem bezahlten Flugpreis abzüglich angemessener Bearbeitungs- und Stornogebühren, wenn kein Teil des Flugscheins verwendet wurde;

(b) dem Differenzbetrag zwischen dem bezahlten Flugpreis und dem für die Strecke, für die der Flugschein benutzt wurde, anwendbaren Flugpreis, abzüglich der anwendbaren Bearbeitungs- und Stornogebühren, wenn ein Teil des Flugscheins verwendet wurde.

3.2 Die Möglichkeit der Erstattung gemäß Punkt 3.1 des vorliegenden Absatzes kann durch Regierungsvorschriften oder andere zwischen dem Luftfrachtführer und dem Fluggast geschlossene Vertragsvereinbarungen ausgeschlossen werden, insbesondere bei Flugscheinen, welche Einschränkungen unterliegen oder den Hinweis „nicht erstattungsfähig" aufweisen.

4. Erstattung von in Verlust geratenen oder gestohlenen Flugscheinen

4.1 Im Fall des Verlustes oder Diebstahls eines Flugscheins oder eines Teils desselben kann der Fluggast, nachdem er den Nachweis des Verlustes oder Diebstahls dieses Flugscheins erbracht und die anwendbare Bearbeitungsgebühr bezahlt hat, in kürzestmöglicher Zeit nach Ablauf der Gültigkeitsdauer des Flugscheins eine Erstattung erhalten, vorausgesetzt, dass:

(a) der verlorene oder gestohlene Flugschein oder ein Teil desselben nicht für die Beförderung verwendet, bereits erstattet oder ohne neuerliche Zahlung ersetzt wurde (außer wenn eine dieser Situationen aufgrund des Verschuldens des Luftfrachtführers eintritt); und dass

(b) der Erstattungsberechtigte sich verpflichtet, dem Luftfrachtführer den ihm so erstatteten Betrag in einer ihm mitgeteilten Form zurückzuzahlen, wenn ein als verloren oder gestohlen gemeldeter Flugschein zur Gänze oder teilweise von einer dritten Person zum Zweck der Beförderung oder Erstattung vorgelegt wird (außer wenn eine betrügerische Verwendung durch einen Dritten aufgrund des Verschuldens des Luftfrachtführers erfolgt).

4.2 Der Verlust des Flugscheins oder eines Teils desselben aufgrund des Verschuldens des Luftfrachtführers oder seines bevollmächtigten Agenten zieht deren eigene Haftung nach sich.

5. Recht auf Ablehnung von Erstattungen

Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, Erstattungen für folgende Flugscheine abzulehnen:

(a) Flugscheine, deren Gültigkeitsdauer zum Zeitpunkt der Anfrage bereits abgelaufen ist.

(b) Flugscheine, die der Fluggast dem Luftfrachtführer oder den Behörden eines Landes vorlegt, um der gesetzlichen oder vorschriftsmäßigen Verpflichtung zum Besitz eines Beförderungsscheins nachzukommen, der dem Inhaber ermöglicht, das Land zu verlassen, es sei denn, der Fluggast erbringt den ausreichenden Nachweis, dass er eine Genehmigung zum Aufenthalt in dem genannten Land besitzt oder dieses Land mit einem anderen Transportunternehmen oder Transportmittel wieder verlassen wird.

(c) Flugscheine, deren Inhaber von den Behörden des gewünschten Einreise- oder Transitlandes die Einreise verweigert wurde und der aus diesem Grund zum Abflugort zurückgesandt wurde.

(d) Entwendete, gefälschte oder nachgeahmte Flugscheine.

(e) Flugscheine in anderen Währungen als der, in der der Flugschein bezahlt wurde.

(f) Flugscheine mit dem Vermerk „nicht erstattungsfähig".

6. Währung der Erstattung

(a) Erstattungen unterliegen den Gesetzen und Vorschriften des Landes, in dem der Flugschein gekauft wurde und/oder den Gesetzen und Vorschriften des Landes, in dem die Erstattung erfolgen soll. Vorbehaltlich der geltenden Bestimmungen behält sich der Luftfrachtführer das Recht vor, die Erstattung in der gleichen Form und in der gleichen Währung vorzunehmen, die beim Kauf des Flugscheins verwendet wurden.

(b) Akzeptiert der Luftfrachtführer die Erstattung eines Flugscheins in einer anderen Währung als
der Zahlungswährung, so wird diese Erstattung zu einem Wechselkurs und den Bedingungen durchgeführt, deren
Festsetzung beim Luftfrachtführer liegt.

7. Zur Erstattung berechtigte Personen

Erstattungen werden nur von dem Luftfrachtführer vorgenommen, der den Flugschein ursprünglich ausgestellt
hat, oder von einem bevollmächtigten Agenten, wenn er vom Luftfrachtführer dazu ermächtigt wurde.

Artikel XI - Verhalten an bord

1. Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, auf angemessene Weise das Verhalten eines Fluggastes an Bord zu beurteilen und je nach den Umständen abzuschätzen, ob dieses Verhalten eine Störung, Bedrohung oder Gefährdung von einer oder mehreren Personen, Sachwerten oder des Fluggeräts selbst verursachen kann oder könnte. Im Rahmen dieser Bestimmung darf der Fluggast die Besatzung nicht an der Erfüllung ihrer Funktionen hindern und hat den Anweisungen und Empfehlungen derselben nachzukommen, um die Personen- und Objektsicherheit an Bord, den ordnungsgemäßen Ablauf des Flugs sowie das Wohlbefinden der Fluggäste nicht in Gefahr zu bringen.

2. Aus Sicherheitsgründen kann der Luftfrachtführer die Verwendung von elektronischen Geräten wie Mobiltelefonen, Laptops, tragbaren Diktiergeräten, tragbaren Radios, elektronischen Spielen oder Sende-/Empfangsgeräten sowie aller anderen Funkspielgeräte und Walkie-Talkies ausgenommen Hörgeräte und Herzschrittmacher an Bord verbieten oder einschränken.

3. Die Fluggäste dürfen an Bord des Flugzeugs nicht aufgrund des Konsums von Alkohol, Drogen oder anderer Substanzen ein Verhalten an den Tag legen, das eine oder mehrere andere Personen, Sachwerte oder das Flugzeug selbst stören, beeinträchtigen, bedrohen oder gefährden könnte.

4. An Bord der Flugzeuge herrscht strenges Rauchverbot.

5. Der Luftfrachtführer kann den Konsum von Alkohol an Bord einschränken oder verbieten.

6. Wenn ein Fluggast ein Verhalten wie in den oben stehenden Absätzen beschrieben an den Tag legt, kann der Luftfrachtführer Maßnahmen ergreifen, die er für diese Situation als geeignet, angemessen und erforderlich hält, um die Fortsetzung eines solchen Verhaltens zu verhindern. Zu diesem Zweck kann der Luftfrachtführer Zwangsmaßnahmen ergreifen und/oder zu jedem Zeitpunkt des Fluges anordnen, dass der Fluggast das Flugzeug zu verlassen hat.

7. Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, Klage gegen Fluggäste zu erheben, welche die Bestimmungen des vorliegenden Artikels (und des Artikels VII bezüglich der Ablehnung und Einschränkung der Beförderung) missachten oder sich an Bord des Flugzeuges eines Vergehens oder einer strafbaren Handlung schuldig machen.

Artikel XII - Bestimmungen hinsichtlich zusätzlicher Leistungen

1. Wenn der Luftfrachtführer im Rahmen des Beförderungsvertrags und vorbehaltlich der geltenden rechtlichen Bestimmungen bereit ist, die Erbringung zusätzlicher, nicht den Lufttransport betreffende Leistungen durch Dritte zu veranlassen oder wenn der Luftfrachtführer einen Flugschein oder Gutschein für eine Beförderung oder Dienstleistungen (außerhalb des Lufttransports), wie zum Beispiel Hotelreservierungen oder das Anmieten von Autos ausstellt, handelt er in diesem Fall nur als Bevollmächtigter und ist gegenüber dem Fluggast nicht haftbar, außer wenn ein Verschulden seinerseits nachgewiesen werden kann. Es gelten die Beförderungs- und Geschäftsbedingungen der diese Dienstleistungen erbringenden Dritten.

2. Wenn der Luftfrachtführer Beförderungsleistungen am Boden durchführt (Bus-, Zugservice usw.), können für diese Beförderungen andere Haftungsbestimmungen gelten. Die Beförderungs- und Haftungsvorschriften sind je nach Beförderungsleistung auf Anfrage beim Luftfrachtführer oder beim Transportunternehmen, das die Beförderung am Boden durchführt, erhältlich.

3. Wenn der Luftfrachtführer dem Fluggast Schienentransportleistungen anbietet, handelt er nur als Bevollmächtigter, selbst wenn solche Beförderungsleistungen unter dem Airline Code des Luftfrachtführers geführt werden. Der Luftfrachtführer ist nicht für Schäden haftbar, die die Fluggäste oder ihr Gepäck während des Schienentransports erleiden.

4. Der Luftfrachtführer bemüht sich nach besten Kräften, die Wünsche der Fluggäste hinsichtlich der Leistungen an Bord zu erfüllen, insbesondere Getränke, spezielle Menüwünsche, Filme usw.

Der Luftfrachtführer kann jedoch nicht haftbar gemacht werden, wenn zwingende betriebliche oder sicherheitstechnische Erfordernisse ihm nicht ermöglichen, ordnungsgemäße Leistungen zu erbringen, selbst wenn diese bei der Buchung bestätigt wurden.

Artikel XIII - Verwaltungsformalitäten

1. Allgemeines

(a) Der Fluggast ist für die Beschaffung aller Reiseunterlagen, Visa und besonderen, für seine Reise erforderlichen Genehmigungen sowie für die Einhaltung aller gesetzlichen Bestimmungen (Gesetze, Verordnungen, Beschlüsse, Vorschriften und Bestimmungen) des Staates des Abflugortes, des Ankunftsortes und der Durchreise sowie der Vorschriften des Luftfrachtführers und der damit zusammenhängenden Anweisungen verantwortlich.

(b) Der Luftfrachtführer lehnt jede Haftung für Folgen ab, die dem Fluggast durch die Nichtbeachtung der im Absatz (a) genannten Verpflichtungen entstehen.

2. Reisedokumente

(a) Der Fluggast muss alle Einreise-, Ausreise- und Durchreisepapiere, Gesundheitszeugnisse und sonstigen Urkunden vorweisen, die gemäß den geltenden Gesetzen und Vorschriften (Gesetze, Verordnungen, Beschlüsse, Vorschriften und Bestimmungen) des Staates des Abflugortes, des Ankunftsortes oder der Durchreise erforderlich sind.

Des Weiteren muss der Fluggast dem Luftfrachtführer die Möglichkeit geben, gegebenenfalls Kopien dieser Papiere anzufertigen oder die in diesen Papieren enthaltenen Informationen zu registrieren.

(b) Der Luftfrachtführer behält sich gemäß Artikel VII/1(a) das Recht vor, die Beförderung abzulehnen, wenn der Fluggast die geltenden Gesetze und Verordnungen missachtet oder wenn der Luftfrachtführer Zweifel an der Gültigkeit der vorgelegten Papiere hat.

(c) Der Luftfrachtführer kann nicht für Verluste oder Kosten von Fluggästen haftbar gemacht werden, welche die gesetzlichen Bestimmungen missachtet haben.

3. Einreiseverbot

Wenn dem Fluggast die Einreise in ein Land verweigert wird, so ist er verpflichtet, alle Kosten oder Strafen, die dem Luftfrachtführer aus diesem Grund von den örtlichen Behörden auferlegt werden sowie die Beförderungskosten für den Fall, dass der Luftfrachtführer den Fluggast infolge einer behördlichen Anordnung wieder an seinen Ausgangspunkt oder an einen anderen Ort zurückbringen muss, zu erstatten. Der für die Beförderung bis zu dem Ort, auf dessen Gebiet die Einreise verweigert wurde, bezahlte Preis wird vom Luftfrachtführer nicht erstattet.

4. Haftung des Fluggastes für Strafen, Haftkosten usw.

Wenn der Luftfrachtführer Strafen oder Kautionen bezahlen oder hinterlegen muss oder sonstige Auslagen aufwenden muss, weil der Fluggast absichtlich oder unabsichtlich gegen Gesetze oder Vorschriften des betreffenden Staates verstoßen hat, erforderliche Unterlagen nicht vorgelegt hat oder nicht ordnungsgemäße Unterlagen vorgelegt hat, ist der Fluggast auf Verlangen des Luftfrachtführers verpflichtet, diesem alle eventuell gezahlten oder als Kaution hinterlegten Beträge und aufgewendeten Auslagen zu erstatten. Für diese Erstattungen kann der Luftfrachtführer die Beträge, die ihm für die nicht durchgeführte Beförderung bezahlt wurden oder alle sonstigen vom Fluggast an den Luftfrachtführer bezahlten Beträge verwenden.

5. Zollkontrollen

5.1 Der Fluggast muss auf Verlangen der Zollbehörden oder anderer Regierungsbehörden bei der Kontrolle seines aufgegebenen, nicht aufgegebenen oder verspäteten Gepäcks anwesend sein. Der Luftfrachtführer haftet nicht für Schäden oder Verluste, die dem Fluggast aus der Nichtbefolgung dieser Bestimmung entstehen.

5.2 Der Fluggast muss den Luftfrachtführer schadlos halten, wenn eine Handlung, eine Unterlassung oder mangelnde Sorgfalt seinerseits dem Luftfrachtführer Schaden verursacht, insbesondere infolge der Nichtbeachtung der Bestimmungen des vorliegenden Absatzes oder der Genehmigung zur Durchsuchung seines Gepäcks, welche er dem Luftfrachtführer gegeben hat.

6. Sicherheitskontrolle

6.1 Die Fluggäste müssen sich allen Sicherheitskontrollen unterziehen, die von den Regierungs- und Flughafenbehörden oder dem Luftfrachtführer angeordnet werden.

6.2 Der Luftfrachtführer lehnt jede Haftung für die Verweigerung der Beförderung eines Fluggastes ab, wenn diese Verweigerung auf der festen Überzeugung beruht, dass das Gesetz, die Regierungsvorschriften und/oder die anwendbaren Erfordernisse eine solche Verweigerung notwendig machten.

Soziale Netzwerke
  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • LinkedIn
  • YouTube
  • Instagram
  • Pinterest