Air France - Sky Team
 
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Legale Informationen
Allgemeine Transportbedingungen

Artikel V - Buchung Von Beförderungsplätzen

1. Buchungserfordernisse

(a) Die Buchungen von Beförderungsplätzen gelten erst dann als bestätigt, wenn sie vom Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten als solche akzeptiert und im computergestützten Reservierungssystem registriert worden sind. Auf Wunsch stellt der Luftfrachtführer eine schriftliche Buchungsbestätigung aus.

(b) Bestimmte Flugpreise unterliegen Bedingungen, die das Recht des Fluggastes auf Änderung oder Stornierung seiner Flugbuchungen einschränken oder ausschließen.

2. Für die Flugscheinausstellung geltende Fristen

Hat ein Fluggast seinen Flugschein bis zu dem mit dem Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten vereinbarten Fristablauf für die Ausstellung des Flugscheins nicht bezahlt, so kann der Luftfrachtführer die Flugbuchung streichen und über den so frei gewordenen Platz verfügen.

3. Persönliche Daten

Der Fluggast stellt dem Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten seine persönlichen Daten zum Zweck von Flugbuchungen, dem Erhalt damit verbundener Dienstleistungen und weiterer Leistungen, der Erleichterung der Einreiseformalitäten und der Einreise in das Land zur Verfügung. Folglich ermächtigt der Fluggast den Luftfrachtführer, die erhaltenen Auskünfte zu speichern und an die eigenen Vertretungen, an die bevollmächtigten Agenten, an sonstige Luftfrachtführer im Sinne des oben stehenden Artikels I, an die Erbringer der oben genannten Dienstleistungen und/oder an Regierungsbehörden weiterzugeben, unabhängig vom Land und unter Vorbehalt des anwendbaren Rechts.
Der Fluggast hat das Recht auf Zugang zu den so gesammelten, gespeicherten und übermittelten Daten und auf Berichtigung dieser Daten, falls sich diese als unrichtig oder unvollständig herausstellen sollten.

4. Sitzplatzzuweisung

Der Luftfrachtführer ist bemüht, den Wünschen des Fluggastes für die Zuweisung eines bestimmten Sitzplatzes zu entsprechen; er kann jedoch die Zuweisung nicht garantieren, selbst wenn die Buchung des Fluggastes für diesen Platz bestätigt wurde. Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, jederzeit die Zuweisung der Sitzplätze aufgrund von zwingenden betrieblichen oder Sicherheitsgründen auch nach Betreten des Flugzeugs abzuändern.

5. Rückbestätigung von Buchungen

(a) Für Weiterflug- und Rückflugbuchungen können Rückbestätigungen unter Einhaltung bestimmter Fristen verlangt werden. Der Luftfrachtführer teilt dem Fluggast mit, ob er eine Rückbestätigung benötigt und wie diese durchzuführen ist. Bei Nichtbeachtung dieser Bestimmungen durch den Fluggast trotz einer diesbezüglichen Aufforderung ist der Luftfrachtführer berechtigt, seine Buchungen für Weiter- und/oder Rückflüge zu stornieren. Wenn der Fluggast den Luftfrachtführer jedoch informiert, dass er seine Reise antreten möchte, stellt der Luftfrachtführer die Buchung wieder her, sofern auf dem entsprechenden Flug noch Plätze verfügbar sind. Sollte der Flug ausgebucht sein, bemüht sich der Luftfrachtführer, den Fluggast bis zum nächsten Flughafen oder bis zum Bestimmungsort zu befördern.

(b) Nimmt der Fluggast im Laufe seiner Reise die Leistungen mehrerer Luftfrachtführer gemäß Artikel 1 in Anspruch, so ist er verpflichtet, bei jedem dieser Luftfrachtführer die Notwendigkeit von Rückbestätigungen zu prüfen. In diesem Fall muss die Rückbestätigung bei dem uftfrachtführer durchgeführt werden, dessen Airline Code auf dem Flugcoupon aufscheint.

Artikel VI - Check-in/Einsteigen

1. Die Meldeschlusszeiten sind je nach Flughafen unterschiedlich. Es wird dem Fluggast empfohlen, sich diesbezüglich vorher zu informieren. Der Fluggast ist verpflichtet, die Meldeschlusszeiten einzuhalten, um den Ablauf seiner Reise zu erleichtern und die Streichung seiner Buchungen zu vermeiden. Der Luftfrachtführer oder sein bevollmächtigter Agent stellt dem Fluggast alle erforderlichen Informationen über die Meldeschlusszeiten des ersten Flugs auf seinen Linien zur Verfügung. Beinhaltet die Reise des Fluggastes weitere Stecken, muss er selbst Auskünfte über die jeweiligen Meldeschlusszeiten durch Einsehen der Flugpläne des Luftfrachtführers oder seiner bevollmächtigten Agenten einholen.

2. Der Fluggast hat sich zeitgerecht vor Abflug, das heißt auf jeden Fall vor der vom Luftfrachtführer angegebenen Meldeschlusszeit, am Check-in-Schalter des Luftfrachtführers einzufinden, so dass er alle erforderlichen Formalitäten durchführen kann.

Trifft der Fluggast nicht vor der Meldeschlusszeit am Check-in-Schalter des Luftfrachtführers ein oder legt er nicht die für den gebuchten Flug erforderlichen Reisedokumente vor und kann er dadurch seine Reise nicht antreten, ist der Luftfrachtführer berechtigt, den gebuchten Beförderungsplatz zu stornieren und anderweitig darüber zu verfügen. Er kann in solchen Fällen vom Fluggast nicht haftbar gemacht werden.

3. Wenn ein Flugcoupon am Check-in-Schalter bei Aushändigung der Bordkarte an den Fluggast nicht abgetrennt wird, bleibt dieser Flugcoupon in der Obhut des Fluggastes, welcher ihn beim Einsteigen dem Luftfrachtführer übergeben muss.

4. Der Fluggast ist verpflichtet, sich spätestens zu dem beim Check-in angegebenen Zeitpunkt zum Einsteigen am Flugsteig einzufinden. Der Luftfrachtführer ist berechtigt, die Buchung des Fluggastes zu stornieren, wenn dieser nicht zum vorgeschriebenen Zeitpunkt am Flugsteig erscheint, und lehnt diesbezüglich jede Haftung gegenüber dem Fluggast ab.

5. Der Luftfrachtführer haftet gegenüber dem Fluggast nicht für Verluste, Schäden oder Kosten, die daraus entstehen, dass der Fluggast die Bestimmungen des vorliegenden Artikels nicht eingehalten hat.

Artikel VII - Beförderungsverweigerung und –beschränkung

1. Recht auf Verweigerung der Beförderung

Der Luftfrachtführer kann an jedem Einsteig- und/oder Anschlussort die Beförderung oder Weiterbeförderung des Fluggastes und seines Gepäcks verweigern, wenn einer oder mehrere der folgenden Umstände eingetreten sind bzw. eintreten könnten:

(a) Der Fluggast hat gegen die geltenden Bestimmungen verstoßen.

(b) Die Beförderung des Fluggastes und/oder seines Gepäcks könnte die Sicherheit, die Gesundheit oder das Wohlbefinden der anderen Fluggäste oder der Besatzung gefährden, vor allem wenn der Fluggast Drohungen ausspricht oder unangemessenes oder beleidigendes Verhalten oder Sprache gegenüber dem Bodenpersonal und/oder der Besatzung an den Tag legt.

(c) Der körperliche oder geistige Zustand des Fluggastes, einschließlich Zuständen, die durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten verursacht wurden, könnte eine Gefahr oder sogar ein Risiko für den Fluggast selbst, die anderen Fluggäste, die Besatzung oder Sachwerte darstellen.

(d) Der Fluggast hat während des Check-ins des Fluges oder, im Fall von Anschlussflügen, bei vorhergehenden Flügen, die Sicherheit, die Ordnung und/oder die Disziplin gefährdet und der Luftfrachtführer kann mit gutem Recht annehmen, dass er erneut ein solches Verhalten an den Tag legen könnte.

(e) Der Luftfrachtführer hat dem Fluggast schriftlich mitgeteilt, dass er eine erneute Beförderung ablehnt. In diesem Fall ist eine Erstattung des Flugscheins möglich.

(f) Der Fluggast hat sich geweigert, die insbesondere in den nachstehenden Artikeln VIII/5 und XIII/6 vorgesehenen Sicherheitskontrollen über sich ergehen zu lassen und/oder hat sich geweigert, sich auszuweisen.

(g) Der Fluggast ist nicht in der Lage nachzuweisen, dass er die im Feld „Name des Passagiers" des Flugscheins angegebene Person ist.

(h) Der Fluggast (oder die Person, welche den Flugschein bezahlt hat) hat nicht den geltenden Tarif und/oder alle erforderlichen Kosten, Steuern oder Gebühren bezahlt.

(i) Der Fluggast scheint keine gültigen Reisedokumente zu besitzen, hat versucht, während eines Transits in das Gebiet eines Staates einzudringen, hat seine Reisedokumente während des Fluges vernichtet, hat die Anfertigung von Kopien dieser Dokumente und deren Aufbewahrung durch den Luftfrachtführer abgelehnt oder seine Reisedokumente sind abgelaufen, unvollständig hinsichtlich der geltenden gesetzlichen Bestimmungen oder gefälscht (Annahme einer falschen Identität, Fälschung oder Raubkopie von Dokumenten).

(j) Der vom Fluggast vorgelegte Flugschein:

· ist betrügerisch oder bei einer anderen Stelle als beim Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten erworben worden,
· ist als verlorenes oder gestohlenes Dokument gemeldet worden oder
· wurde gefälscht oder nachgeahmt oder
· enthält einen Flugcoupon, der von jemandem anderen als dem Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten beschädigt oder abgeändert wurde.

(k) Der Fluggast verlangt beim Check-in oder Einsteigen eine Sonderbetreuung, die bei der Flugbuchung nicht angegeben wurde.

(l) Der Fluggast hat die Anweisungen und Vorschriften hinsichtlich der Personen- und Objektsicherheit nicht beachtet.

In den unter (g), (i), (j) und (k) vorgesehenen Fällen behält sich der Luftfrachtführer das Recht vor, den Flugschein des Fluggastes einzubehalten.

2. Sonderbetreuung

(a) Die Beförderung von allein reisenden Kindern, von Fluggästen mit eingeschränkter Mobilität, von schwangeren Frauen und Kranken oder anderen Personen, welche eine Sonderbetreuung erfordern, unterliegt dem vorherigen Einverständnis des Luftfrachtführers.

Fluggästen mit eingeschränkter Mobilität, welche beim Kauf ihres Flugscheins den Luftfrachtführer über ihre Behinderung oder besonderen Betreuungsbedürfnisse unterrichtet haben, darf, wenn der Luftfrachtführer diese Situation nach entsprechender Information akzeptiert hat, die Beförderung aufgrund ihrer Behinderung oder ihrer besonderen Bedürfnisse nicht verwehrt werden.

(b) Wünscht der Fluggast eine besondere Mahlzeit, muss er sich zum Zeitpunkt der Buchung (oder der Buchungsänderung) oder innerhalb der vom Luftfrachtführer mitgeteilten Frist über die Verfügbarkeit einer solchen Mahlzeit informieren. In Ermangelung dieser Bestellung kann der Luftfrachtführer nicht garantieren, dass diese besondere Mahlzeit an Bord verfügbar sein wird. Können Wünsche nach bestimmten Sondermahlzeiten aufgrund betrieblicher Umstände nicht erfüllt werden, lehnt der Luftfrachtführer diesbezüglich jede Haftung ab.

(c) Hat ein Fluggast besondere medizinische Bedürfnisse, wird ihm empfohlen, vor Antreten des Fluges, insbesondere auf Langstreckenflügen, einen Arzt zu konsultieren und alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Die besonderen Bedingungen laut oben stehendem Artikel 2 sind nicht Teil des Beförderungsvertrages und müssen als zusätzliche Leistungen gemäß dem nachstehenden Artikel XII betrachtet werden.

Des Weiteren, wenn ein den oben stehenden Absätzen (a) und (b) entsprechender Wunsch zum Zeitpunkt des Check-ins angemeldet wird, kann der Luftfrachtführer keine Garantie für dessen Erfüllung geben und bei Nichterfüllung auch nicht haftbar gemacht werden. In einer solchen Situation ist der Luftfrachtführer berechtigt, die Beförderung des Fluggastes gemäß den Bestimmungen von Absatz 1 (l) des vorliegenden Artikels abzulehnen.

Artikel VIII - Gepäck

1. Freigepäck

Fluggäste können in bestimmtem Umfang (nach Stückzahl und/oder Gewicht) Gepäckstücke als Freigepäck mitführen. Die Freigepäcksgrenzen ergeben sich aus dem bezahlten Flugpreis und der Beförderungsklasse. Die Freigepäcksgrenze ist dem Flugschein zu entnehmen und muss in allen Fällen eingehalten werden. Die Gepäckstücke dürfen ein bestimmtes Höchstgewicht nicht überschreiten.

Je nach gebuchter Flugstrecke wird die erlaubte Gepäcksmenge entweder nach dem Gewicht (Gewichtskonzept) oder nach Heranziehung aller Kriterien – Gewicht, Abmessung und Stückzahl (Stückkonzept) – bestimmt. Die entsprechenden Bestimmungen sind auf Anfrage beim Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten erhältlich.

2. Übergepäck

Das aufgegebene Gepäck darf ein gestimmtes Höchstgewicht und bestimmte Höchstabmessungen nicht überschreiten. Jede Überschreitung dieser Höchstgrenzen ist zuschlagspflichtig. Die hierfür geltenden Tarife sind auf Anfrage in den Verkaufsbüros des Luftfrachtführers oder seiner bevollmächtigten Agenten erhältlich.

3. Als Gepäck nicht akzeptierte Gegenstände

Das Gepäck des Fluggastes darf folgende Gegenstände nicht enthalten:

(a) Gegenstände, die geeignet sind, das Flugzeug oder Personen oder Gegenstände an Bord des Flugzeuges zu gefährden, so wie sie in den Gefahrgutregeln (Dangerous Goods Regulations) der ICAO (International Civil Aviation Organisation), der IATA (International Air Transport Association) sowie in den geltenden Vorschriften des Luftfrachtführers aufgeführt sind (zusätzliche Informationen sind auf Anfrage beim Luftfrachtführer erhältlich); zu ihnen zählen insbesondere Explosivstoffe, Druckgase, oxydierende, radioaktive oder magnetisierende Stoffe, leicht entzündliche Stoffe, giftige oder aggressive Stoffe und flüssige Stoffe jeder Art (ausgenommen solche Flüssigkeiten, die der Fluggast in seinem Handgepäck für den persönlichen Gebrauch während der Reise mitführt).

(b) Gegenstände, deren Beförderung nach den Vorschriften der Abflugstaaten, der Zielstaaten, der überflogenen Staaten und der vorgesehenen Transitstaaten verboten ist.

(c) Gegenstände, von denen der Luftfrachtführer berechtigterweise annehmen kann, dass ihr Gewicht, ihre Abmessungen, ihr störender Geruch, ihre Zusammensetzung oder ihre zerbrechliche oder verderbliche Art sie für die Beförderung ungeeignet machen, unter anderem aufgrund des eingesetzten Flugzeugtyps. Auf Anfrage sind Informationen zu dieser Art von Gegenständen erhältlich.

(d) Feuerwaffen oder Munition, ausgenommen Jagd- und Sportwaffen, sind von der Beförderung als Gepäck ausgeschlossen. Feuerwaffen und Munition für Jagd- und Sportzwecke können als aufgegebenes Gepäck akzeptiert werden, wobei Feuerwaffen entladen, mit einer Sicherheitssperre versehen sowie entsprechend verpackt sein müssen. Der Transport von Munition unterliegt den im oben stehenden Absatz (a) genannten Gefahrgutregelungen der ICAO und der IATA.

(e) Stich-, Hieb- oder Stoßwaffen sowie Sprühgeräte, die als Angriffs- oder Verteidigungswaffen eingesetzt werden können.

(f) Sammlerwaffen, Schwerter, Messer und ähnliche Waffen. Diese Art von Gegenständen kann nach Ermessen des Luftfrachtführers als aufgegebenes Gepäck transportiert werden, darf jedoch keinesfalls in der Kabine mitgeführt werden.

(g) Verderbliche Gegenstände, Geldbeträge, Devisen, Schmuck, Kunstgegenstände, Edelmetalle, Silberwaren, Wertpapiere oder andere Wertsachen, hochwertige Kleidungsstücke, optische Geräte oder Fotokameras, Computer, elektronische Geräte oder Vorrichtungen und/oder Telekommunikationsgeräte, Musikinstrumente, Reisepässe und Ausweispapiere, Schlüssel, Muster, Geschäftsdokumente, Manuskripte oder individualisierte oder fungible (vertretbare) Wertpapiere usw.

(h) Lebende Tiere, ausgenommen Haustiere und unter der Voraussetzung, dass die Bedingungen von Absatz 10 des vorliegenden Artikels erfüllt sind.

Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass der Luftfrachtführer berechtigt ist, die auf ihm lastende Haftung abzulehnen, wenn der Schaden aufgrund der Art des Gepäckstücks oder des einem Gepäcksstück innewohnenden Mangels entstanden ist.

4. Recht auf Verweigerung der Beförderung

(a) Der Luftfrachtführer ist berechtigt, die Beförderung oder Weiterbeförderung (im Falle ihrer Entdeckung während der Reise) der im oben stehenden Absatz 3 aufgezählten Gegenstände aus Gründen der Personen- und/oder Objektsicherheit abzulehnen. Der Luftfrachtführer ist keineswegs zur Aufbewahrung des abgelehnten Gepäcks und/oder der abgelehnten Artikel verpflichtet. Falls der Luftfrachtführer diese Gepäckstücke und/oder Artikel zur Aufbewahrung akzeptiert, lehnt er diesbezüglich jede Haftung ab, außer wenn ihm schwerwiegendes Verschulden oder Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann.

(b) Der Luftfrachtführer kann die Beförderung von Gepäck ablehnen, wenn dieses aufgrund seiner Abmessungen, seiner Form, seines Gewichts, seines Inhalts, seiner Zusammensetzung, seiner Art oder seines störenden Geruchs, aus betrieblichen Gründen, aus Gründen der Personen-/Objektsicherheit oder zur Erhaltung des Komforts und Wohlbefindens der Fluggäste zur Beförderung ungeeignet ist. Informationen über nicht zur Beförderung geeignete Gegenstände erhalten Sie auf Anfrage.

(c) Der Luftfrachtführer ist berechtigt, die Beförderung von Gepäck abzulehnen, wenn er berechtigterweise erachtet, dass die betreffenden Gepäckstücke schlecht oder in ungeeigneten Behältern verpackt sind.Informationen über die Verpackung und ungeeignete Behälter sind auf Anfrage erhältlich.

5. Recht auf Durchsuchung von Fluggast und Gepäck

Aus Gründen der Personen-/Objektsicherheit kann der Luftfrachtführer verlangen, dass der Fluggast einer Durchsuchung oder anderen Kontrollen wie zum Beispiel Röntgenkontrollen seiner Person und/oder seines Gepäcks zustimmt. Steht der Fluggast nicht zur Verfügung, kann sein Gepäck in seiner Abwesenheit durchsucht oder kontrolliert werden, um sicherzustellen, ob es die im oben stehenden Absatz 3 aufgezählten Gegenstände oder irgendeine Art von Waffen oder Munition, die nicht deklariert wurden, enthält. Weigert sich der Fluggast, dieser Aufforderung nachzukommen, kann der Luftfrachtführer seine Beförderung sowie die Beförderung seines Gepäcks ablehnen. Sollten diese Kontrollen das Gepäck und seinen Inhalt beschädigen oder anderweitige Schäden verursachen, kann der Luftfrachtführer dafür nicht zur Haftung gezogen werden, außer wenn der Schaden direkt auf sein Verschulden oder seine Fahrlässigkeit zurückzuführen ist.

6. Aufgegebenes Gepäck

(a) Nach Abgabe des aufzugebenden Gepäcks am Check-in-Schalter nimmt es der Luftfrachtführer in seine Obhut und stellt dem Fluggast für jedes aufgegebene Gepäckstück einen Gepäckschein aus.

(b) Der Fluggast muss seinen Namen oder eine andere Form von Namensbezeichnung auf dem Gepäckstück anbringen.

(c) Aufgegebenes Gepäck wird nach Möglichkeit mit demselben Flugzeug wie der Fluggast befördert, es sei denn, dass der Luftfrachtführer aus betrieblichen Gründen oder aus Gründen der Personen-/Objektsicherheit beschließt, dieses Gepäck auf einem anderen Flug zu befördern. Wird das aufgegebene Gepäck auf einem anderen Flug befördert, wird es vom Luftfrachtführer an den Aufenthaltsort des Fluggastes geliefert, außer wenn die geltenden Vorschriften eine Anwesenheit des Fluggastes bei der Zollkontrolle verlangen.

7. Nicht aufgegebenes Gepäck oder Handgepäck

(a) Der Luftfrachtführer kann Höchstabmessungen und/oder ein Höchstgewicht für die Gepäckstücke vorsehen, die der Fluggast in die Kabine mitführt, und/oder er kann die Zahl dieser Gepäckstücke begrenzen. Wenn keine speziellen Vorschriften existieren, muss das Gepäck in jedem Fall unter den Vordersitz vor dem Fluggast oder in die geschlossenen Gepäckfächer passen. Die Mitnahme bestimmter Gepäckstücke in die Kabine kann jederzeit vor dem Abflug verweigert werden, worauf diese Gepäckstücke aufgegeben werden müssen.

(b) Die Gepäckstücke/Gegenstände, die der Fluggast nicht aufgeben will (zum Beispiel empfindliche Musikinstrumente oder andere Gegenstände) und die nicht den Bestimmungen des oben stehenden Absatzes (a) entsprechen (übergroße Abmessungen und/oder zu hohes Gewicht,) können nur dann zur Beförderung in der Kabine akzeptiert werden, wenn der Luftfrachtführer vorher informiert wurde und eine diesbezügliche Genehmigung erteilt hat. Er ist in diesem Fall berechtigt, einen Zuschlag für die Beförderung des gewünschten Gegenstandes zu verlangen.

8. „Excess value"-Erklärung für Reisegepäck

(a) Alle aufgegebenen Gepäckstücke, deren Wert im Fall der Zerstörung, des Verlusts, der Beschädigung oder des verzögerten Eintreffens, gemäß den Definitionen des Abkommens, über den Haftungsgrenzen des Luftfrachtführers liegt, können vom Fluggast persönlich vor Reiseantritt versichert werden oder der Fluggast kann bei Übergabe des Gepäcks an den Luftfrachtführer eine auf einen bestimmten Betrag begrenzte, so genannte „Excess value"-Erklärung mit besonderer Wertangabe ausfüllen. Im letzteren Fall muss der Fluggast einen auf Anfrage mitgeteilten Zuschlag entrichten. Die Schadenersatzleistung erfolgt gemäß den Bestimmungen von Artikel XV.

(b) Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, die Übereinstimmung des deklarierten Wertes mit dem Wert des Gepäcks und dem Inhalt desselben zu prüfen.

(c) Der Luftfrachtführer kann diese „Excess value"-Erklärung ablehnen, wenn der Fluggast diese Erklärung nicht innerhalb der vom Luftfrachtführer gesetzten Frist abgibt. Der Luftfrachtführer hat außerdem die Möglichkeit, die deklarierten Wertangaben auf einen Höchstbetrag zu begrenzen. Der Luftfrachtführer ist des Weiteren berechtigt, im Falle eines Schadenseintritts den Nachweis zu erbringen, dass der deklarierte Wert zum Zeitpunkt der Lieferung über dem tatsächlichen Wert lag.

9. Rückgabe und Auslieferung des Gepäcks

(a) Vorbehaltlich der Bestimmungen des Absatzes 6 (c) des vorliegenden Artikels ist der Fluggast verpflichtet, sein Gepäck abzuholen, sobald es am Bestimmungsort oder am Ort der Flugunterbrechung bereitgestellt ist. Holt der Fluggast das Gepäck nicht innerhalb einer angemessenen Frist ab, ist der Luftfrachtführer berechtigt, Aufbewahrungsgebühren in entsprechender Höhe in Rechnung zu stellen. Holt der Fluggast das Gepäck nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten ab dem Zeitpunkt seiner Bereitstellung ab, kann der Luftfrachtführer darüber verfügen und lehnt diesbezüglich gegenüber dem Fluggast jede Haftung ab. Gemäß den in manchen Ländern geltenden Bestimmungen können die nicht abgeholten Gepäckstücke den zuständigen nationalen Behörden übergeben werden.

(b) Nur der Besitzer des Gepäckscheins ist berechtigt, das Gepäck abzuholen.

(c) Kann eine auf das Gepäck Anspruch erhebende Person den Gepäckschein nicht vorweisen, händigt ihr der Luftfrachtführer das Gepäck nur unter der Bedingung aus, dass sie ihr Recht auf dieses Gepäck auf zufrieden stellende Weise glaubhaft macht.

(d) Nimmt der Inhaber des Gepäckscheins das Gepäck bei der Auslieferung ohne Beanstandung an, so wird außer bei Nachweis des Gegenteils vermutet, dass das Gepäck in gutem Zustand und entsprechend dem Beförderungsvertrag ausgeliefert worden ist.

10. Tiere

Die Beförderung von Tieren unterliegt der ausdrücklichen Genehmigung des Luftfrachtführers zum Zeitpunkt der Buchung.
Der Luftfrachtführer kann die Beförderung von Tieren der Fluggäste unter folgenden Bedingungen zulassen:

(a) Hunde, Katzen, Vögel und andere Haustiere müssen ordnungsgemäß in vergitterten Transportkäfigen untergebracht und mit Gesundheits- und Impfzeugnissen sowie Einreiseerlaubnissen oder Transitpapieren versehen sein. Je nach Bestimmungsort kann die Beförderung dieser Tiere Bestimmungen, insbesondere hinsichtlich der gesundheitlichen Kontrollen, unterliegen, die beim Luftfrachtführer erhältlich sind.

(b) Wird ein Tier als Gepäck angenommen, so ist die Beförderung im Transportkäfig nicht im Freigepäck enthalten, sondern gilt als Übergepäck, für das der Fluggast den gültigen Tarif zu entrichten hat.

(c) Blindenhunde, welche Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität begleiten, sowie deren Transportkäfige werden kostenfrei und außerhalb der Freigepäckgrenze befördert, gemäß den auf Anfrage erhältlichen Bedingungen des Luftfrachtführers.

(d) Unterliegt eine Beförderung nicht den Haftungsbedingungen gemäß dem Abkommen, lehnt der Luftfrachtführer jede Haftung für Verletzungen, Verluste, Verzögerungen, Erkrankungen oder Tod von Tieren ab, deren Beförderung er übernommen hat, außer wenn das Verschulden an diesem Schaden den Luftfrachtführer selbst trifft.

(e) Der Fluggast ist selbst für die Beschaffung und Vorlage aller von den Behörden des Einreise- oder Transitlandes verlangten Dokumente verantwortlich. Der Luftfrachtführer lehnt die Beförderung von Tieren, welche nicht über diese Dokumente verfügen, ab. Im Falle des Betrugs, der Nichtvorlage oder der Regelwidrigkeit der erforderlichen Dokumente lehnt der Luftfrachtführer jede Haftung für Verletzungen, Verluste, Verzögerungen, Erkrankungen oder Tod der beförderten Tiere ab, außer wenn der Schaden auf das Verschulden oder die Nachlässigkeit des Luftfahrtführers zurückzuführen ist. Fluggäste, die mit solchen Tieren reisen, müssen Strafen, Verluste, Schadenersatzforderungen und alle sonstigen Kosten, die dem Luftfrachtführer aus einem solchen Grund entstehen, erstatten.

Article IX - Flugpläne, Verspätungen, Streichung von Flügen

1. Flugpläne

(a) Die in den Flugplänen angegebenen Flüge und Flugzeiten sind nicht vertraglich bindend und dienen ausschließlich der Information des Fluggastes über die vom Luftfrachtführer angebotenen Flüge. Diese Zeitangaben sind nicht bindend und können auch nach dem Datum ihrer Veröffentlichung noch geändert werden. Die auf dem Flugschein vermerkten Flugzeiten gelten jedoch vorbehaltlich Änderungen aus Gründen, die sich dem Einfluss des Luftfrachtführers entziehen, als Bestandteil des Beförderungsvertrags.

(b) Die Flugzeiten werden vor Annahme der Buchung des Fluggastes mitgeteilt und auf dem Flugschein angegeben. Die so vorgesehenen Flugzeiten können jedoch nach Ausstellung des Flugscheins geändert werden. In solchen Fällen wird der Fluggast benachrichtigt, unter der Voraussetzung, dass der Luftfrachtführer über dessen Kontaktnummern verfügt. Dennoch wird dem Fluggast empfohlen, sich vor seinem vorgesehenen Reiseantritt beim Luftfrachtführer zu informieren, ob die Flugzeiten auf seinem Flugschein oder seinem Reise-Memo nicht geändert wurden. Im Falle einer Änderung der Reisezeiten, die dem Fluggast nicht zusagt und/oder wenn der Luftfrachtführer nicht in der Lage ist, besser geeignete Reisezeiten anzubieten, hat der Fluggast Anspruch auf Erstattung gemäß Artikel X/2.

2. Streichung, anderweitige Beförderung, Verspätungen

2.1 Der Luftfrachtführer wird sein Möglichstes tun, um den Fluggast und sein Gepäck ohne Verspätung zu befördern. In diesem Rahmen und um keine Streichung eines Fluges durchführen zu müssen, kann sich der Luftfrachtführer veranlasst sehen, ein Ersatzflugzeug zu stellen oder die Dienste eines anderen Luftfrachtführers und/oder ein anderes Beförderungsmittel zu wählen.

2.2 Vorbehaltlich anders lautender Bestimmungen des Abkommens und wenn der Fluggast über einen einzigen Beförderungsvertrag verfügt (gemäß dem genannten Abkommen), der die Buchung eines Beförderungsplatzes vorsieht:
- wenn der Luftfrachtführer einen Flug streicht oder
- wenn er diesen Flug mit übermäßiger Verspätung gegenüber der planmäßigen Zeit durchführt oder
- wenn der Fluggast durch sein Verschulden einen Anschlussflug versäumt oder
- wenn das Flugzeug nicht am Ort der vom Fluggast geplanten Flugunterbrechung oder dem Bestimmungsort landet oder
- wenn dem Fluggast durch Überbuchung der Antritt der Reise verweigert wird,
muss der Luftfrachtführer in Übereinkunft mit dem Fluggast:

(a) den Fluggast ohne zusätzliche Kosten mit dem nächsten Flug befördern, auf dem ein Platz verfügbar ist und gegebenenfalls die Gültigkeitsdauer des Flugscheins verlängern oder

(b) den Fluggast innerhalb einer angemessenen Frist an den auf dem Flugschein angegebenen Ort befördern, und zwar entweder teilweise oder ganz mit seinen eigenen Flügen oder den Flügen eines anderen Luftfrachtführers oder mit Hilfe eines anderen, mit dem Fluggast vereinbarten Transportmittels. Wenn der Tarif und die Kosten der neuen Beförderung niedriger sind als der teilweise oder gänzliche Erstattungswert des Flugscheins, muss der Luftfrachtführer die Differenz erstatten, oder

(c) den Flugschein gemäß Artikel X/2 erstatten.

2.3 In den im Absatz 2 des vorliegenden Artikels genannten Fällen und vorbehaltlich anders lautender, vom Abkommen oder dem geltenden Gemeinschaftsrecht vorgesehenen Bestimmungen muss der Luftfrachtführer dem Fluggast nur die unter Punkt 2 (b) aufgezählten Wahlmöglichkeiten anbieten.

3. Entschädigung bei Nichtbeförderung infolge von Überbuchung

Falls der Luftfrachtführer aufgrund einer Flugüberbuchung nicht in der Lage ist, dem Fluggast einen Beförderungsplatz zuzuteilen, obwohl dieser eine bestätigte Buchung und einen gültigen Flugschein vorweist und vor Ablauf der Meldeschlusszeit und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Bedingungen am Check-in-Schalter erschienen ist, bezahlt der Luftfrachtführer die von den geltenden rechtlichen Bestimmungen vorgesehene Entschädigung.